Kurzportrait
Jörg Siegmund
Zur politischen Bildung bin ich eher über Umwege gekommen, aber auch diese führen mitunter ans Ziel. Und insofern kann ich sagen: Ja, ich bin hier richtig und im besten Sinne angekommen.
Nach dem Studium der Politikwissenschaft, Geschichte und des Öffentlichen Rechts war ich zunächst am Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft der Universität München sowie am dortigen Centrum für angewandte Politikforschung tätig. Dabei habe ich mich unter anderem mit Fragen der Wahlforschung beschäftigt und gemeinsam mit Kollegen der Bertelsmann Stiftung die Sustainable Governance Indicators entwickelt. Auch zur Wiedergutmachung des politischen Unrechts der DDR habe ich mehrere Jahre geforscht und publiziert. Was mich an der Universität aber am meisten begeistert hat, war die Lehre – und die außeruniversitäre Vermittlung politikwissenschaftlicher Erkenntnisse und der Austausch darüber mit verschiedenen Zielgruppen.
Meine Tätigkeit an der Akademie für Politische Bildung in Tutzing ermöglicht mir seit 2012, diesen Aspekt weiter zu vertiefen. Denn zu meinen Aufgaben gehört es, Tagungen vor allem im Bereich der Demokratie-, Parlamentarismus- und Wahlforschung zu konzipieren und zu leiten, die einerseits wissenschaftlich fundiert sind und andererseits unterschiedliche Adressaten erreichen. Neben der fachlichen Expertise setzt das die Offenheit für vielfältige didaktische Zugänge und die Bereitschaft voraus, ein breites Netzwerk aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft zu knüpfen.
Diese Erfahrungen, dieses Netzwerk und auch meine Begeisterung für unsere Demokratie bringe ich gerne in die Arbeit der Deutschen Vereinigung für Politische Bildung ein.
